SC Freiburg gegen FC Bayern
Souveräne Bayern in Freiburg
Im März 2018 spielte der SC Freiburg gegen den FC Bayern – und verlor. Olivier Blattman aus der Klasse 8a des Kolleg St. Sebastian in Stegen hat das Spiel gesehen und darüber geschrieben.
Olivier Blattmann, Klasse 8a, Kolleg St. Sebastian (Stegen)
Fr, 4. Mai 2018, 0:00 Uhr
Schülertexte
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Nach dem torlosen Unentschieden gegen Berlin veränderte Bayerns Coach Jupp Heynckes die Startaufstellung um fünf Positionen: Für Martinez, Süle und Rafinha begannen Vidal, Boateng und Kimmich, Tolisso kam für Robben und Wagner rückte für Robert Lewandowski in die Startelf, der unter der Woche Streit mit dem Teamkollegen Mats Hummels wegen falscher Einstellung gehabt hatte. Beim SC Freiburg kam lediglich der Langzeitverletzte Lienhart für Terazzino in die Anfangsformation der Freiburger zurück. Dadurch stellte Freiburgs Trainer Streich, der unter der Woche schon als möglicher Heynckes Nachfolger bei den Bayern gehandelt wurde, in der Abwehr auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette um. Bei diesem System, mit dem Christian Streich in dieser Saison schon öfters gearbeitet hatte, rücken die beiden Mittelfeldspieler Günter und Stenzel bei gegnerischem Angriff in die Fünferkette mit ein.
Die Münchner fingen mit einem vier-eins-vier-eins an. In der Anfangsphase schien das Spiel sehr ausgeglichen, da der SC Freiburg vorne früh angriff und hinten konsequent verteidigte. Auch die erste große Chance der Partie gehörte den Freiburgern. Nach einer gemeinsamen Balleroberung von Günter und Petersen spielte Haberer einen herrlichen Pass genau in den Laufweg von Stürmer Höler und in die Schnittstelle von der weltmeisterlichen Innenverteidigung um Mats Hummels und Jérôme Boateng. Doch der in der Winterpause von Sandhausen gekommene Höler vergab die Riesenchance, den SC in Führung zu schießen und scheiterte an Bayerns Schlussmann Sven Ulreich, der mit seinem linken Fuß das 1:0 verhinderte und zur Ecke klärte (12. Spielminute).
Doch auch die Gäste kamen nun besser in die Partie. Bei einem Angriff der Münchner legte Müller klasse auf den Spanier Thiago zurück, der circa auf Höhe der Sechzehnmeterlinie den Ballvolley abschloss und ihn ins untere linke Eck schoss, doch Schwolow war rechtzeitig da und begrub den Ball unter sich. Trotz allem klingelte es kurz darauf im Kasten der Freiburger. Nach punktgenauer Flanke von Verteidiger Hummels spielte Müller erst die Hacke von Verteidiger Söyüncü an und nachdem das Spielgerät wieder zurückkam, probierte Müller erneut den Ball in die Mitte zu bringen und schoss dabei Keeper Schwolow an, von dem der Ball ins eigene Tor sprang. Die ganze Situation sah aus Sicht von Freiburgs Torhüter sehr unglücklich aus (25. Spielminute). Und nur drei Minuten später folgte schon der nächste Rückschlag für die Freiburger. Thiago setzte sich erfolgreich im Zweikampf durch, spielte den Ball quer zu Tolisso, der sich den Ball vorlegte und dann aus gut dreißig Metern den Ball in das rechte obere Eck des Freiburger Gehäuses jagte. Ein sehr sehenswerter Treffer der Bayern, der nun endgültig die Pläne des SC zerstörte. Kurz darauf fiel nach einem Schuss von Thiago fast das dritte Tor für den FCB, doch nach dieser Aktion wurde der Partie etwas Tempo entnommen und der Rekordmeister dominierte nun klar das Spiel. Mit diesem 0:2 gingen dann auch die beiden Mannschaften in die Halbzeitpause.
Nach der Pause wurde beim SC Freiburg doppelt gewechselt. Kath kam für Lienhart und Höfler für Abrashi. Ein taktischer Wechsel von Streich, da nun von einer Dreier- auf eine Viererkette in der Abwehr umgestellt wurde. Die zweite Halbzeit fing an, wie die erste aufgehört hatte. Der Rekordmeister beherrschte größtenteils das Spiel, ließ jedoch die ein oder andere Chance der Hausherren zu und verteidigte teilweise etwas fahrlässig. Doch nach einer gut dosierten Flanke von Müller verschätzte sich Rechtsverteidiger Stenzel extrem, konnte nicht an den Ball kommen und öffnete so die Tür Juan Bernat, der geradewegs auf das Tor zulaufen konnte und den Ball in die Mitte zu Wagner und Müller spielte. Müller grätschte erfolgreich gegen Söyüncü, konnte aber die Kugel nicht im Tor unterbringen, doch da rauschte Wagner von hinten an und stocherte den Ball über die Grundlinie (54. Spielminute).
Ein ernüchterndes Ergebnis aus Sicht der Freiburger, die sich aus dieser Partie wesentlich mehr erhofft hatten. Und es war noch längst nicht zu Ende. Der SC jetzt sichtlich angeschlagen. Trainer Christian Streich reagierte und brachte mit Ravet einen offensiven Mann in der 57. Minute. Jetzt hatten sich die SC Spieler wieder besser im Griff und ließen weniger zu als zuvor, bis zur 69. Minute. Während sich die Freiburger Abwehr noch sortierte und sich jeder einen Gegenspieler suchte, führte Kimmich von rechts schon die Ecke aus und Müller krönte seine heutige Leistung, indem er Gulde davonrannte und mit dem rechten Fuß den Ballvolley ins Tor schoss. Direkt im Anschluss wurde bei den Bayern gewechselt, Rudy ersetzte Thiago. Nach zwei weiteren Chancen von Günter und Kath wurde noch zweimal bei den Gästen gewechselt. Wider Erwarten der Fans kamen Süle und Rafinha, was bedeutete, dass Stürmer Lewandowski heute draußen bleiben musste. Kurz darauf war dann auch Schluss im Schwarzwaldstadion. Der FC Bayern München gewann letztendlich auch in der Höhe verdient mit 4:0 in Freiburg.