Kirchenchöre in Rust und Ringsheim wollen fusionieren
In der Hauptversammlung des katholischen Kirchenchors Ringsheim wurde ein weitreichender Beschluss gefasst. Mit dem Kirchenchor aus Rust ist die formelle Fusion geplant.
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Bereits seit April 2023 singt man gemeinsam in Ringsheim und Rust unter Dirigent Christian Wenzel, sowohl in den Proben als auch bei der musikalischen Mitgestaltung der Gottesdienste in beiden Gemeinden. Die damalige Situation und erst recht die zukünftige Neustruktur im Rahmen der Kirchentwicklung ab 2026 erleichterten den Beschluss zur Fusion. Pfarrer Josef Rösch erläuterte den rechtlichen Rahmen. Der Beschluss zur formellen Zusammenführung erfolgte einstimmig. Zur Wirksamkeit bedarf es noch eines Beschlusses des Ruster Chores, "reine Formsache", war zu hören. Dennoch besteht der Wunsch nach Verstärkung in den Männerstimmen, um ein stimmliches Gleichgewicht zu erzielen.
Wie gewohnt begleitete der Gesamtchor die kirchlichen Festtage mit Messgesängen, auch mit neuen Ideen. Etwa mit einem Akkordeonspieler, der den Chorgesang ergänzte. Anlässlich der 40-jährigen Partnerschaft zwischen Rust und der elsässischen Gemeinde Marlenheim gab es in der dortigen Kirche ein deutsch-französisches Gemeinschaftskonzert mit Empfang.
Beim Frühlingsfest der Gemeinde Rust sang die Chorgemeinschaft mit dem Gesangverein und der Musikkapelle die Europahymne "Ode an die Freude – Freude schöner Götterfunken", aus der neunten Sinfonie von Ludwig van Beethoven.
"Derzeit werden die Weichen für die Zukunft gestellt", betonte Pfarrer Rösch. Denn ab 2026 tritt die neue Kirchenstruktur in Kraft. Es werde jedoch für die Chöre keine dramatischen Veränderungen geben. Die Anzahl der Messfeiern werde wohl von der Zahl der Priester abhängen. Rösch dankte dem Chor im Voraus für die Bereitschaft, die spürbaren Veränderungen mittragen zu wollen. Annette God, Vorsitzende des derzeitigen Pfarrgemeinderats der Seelsorgeeinheit Rust, gab einen kurzen Überblick über die Gremiumsarbeiten zur Kirchenentwicklung. Dem neuen Pfarreirat werden vermutlich 20 Personen angehören. Die Gemeindeteams werden vor Ort mehr Bedeutung bekommen. Über den Fortgang der Beratungen fanden bereits Infoveranstaltungen statt. Die zukünftige große Pfarrei wird dann "römisch-katholische Kirchengemeinde südliche Ortenau" heißen.
Simone Kreis und Claudia Schuster für jeweils 20 Jahre, Adelbert Mutz für 40 Jahre.