Was krabbelt denn da?

Wo leben Fliegen, Käfer, Spinnen, Milben und Läuse zusammen? In eurem Zuhause! Wer’s nicht glaubt, der geht am besten mal auf die Suche nach den tierischen Mitbewohnern.  

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Der Bücherskorpion frisst am liebsten Bücherläuse. Ja, die gibt’s! Foto: duesV (stock.adobe.com)
Vor etwa zehn Jahren haben sich ein paar Forscherinnen und Forscher in den USA die Mühe gemacht und nachgezählt: Sie haben insgesamt 550 Räume in Häusern nach allem abgesucht, was so in den Ecken und hinter Möbeln kriecht und krabbelt. In vier Badezimmern und einem Schlafzimmer haben sie nichts gefunden, sonst überall. Pro Haus waren es etwa 100 verschiedene Tierarten und von jeder Art dann noch einmal eine ganze Menge Exemplare. In Deutschland, sagen Experten, sieht es vermutlich ähnlich aus. Die gute Nachricht: Die allermeisten von diesen Tierchen leben friedlich mit uns unter einem Dach.

Tote Tiere als Snack

Da hätten wir zum Beispiel allerlei Spinnen. Ein sehr bekannter Mitbewohner ist die Große Winkelspinne. Sie webt ihr trichterförmiges Netz in ungestörten Ecken und wartet dort auf Beute. Am liebsten ist sie in den Abendstunden und nachts aktiv. Für Menschen ist sie harmlos. Und es ist praktisch, wenn sie ein paar Mücken und Fliegen abfängt. Ein Krabbler, der sich auch in so ziemlich jeder Wohnung wohl fühlt, ist der Speckkäfer. Der ist ein sogenannter Aasfresser, das heißt, er frisst Teile von toten, getrockneten Tieren, gerne Insektenreste. Wenn er so aufräumt unterm Bett, okay. Manche Speckkäfer mögen auch Wolle oder Fell, die knabbern womöglich Kleidung im Schrank an. Wir Menschen interessieren diese ein bis zehn Millimeter langen Käfer aber überhaupt nicht.

Läuse in Büchern

Vor allem in den kühleren Monaten sieht man in Küche und Bad kleine silbergraue Tierchen mit schmalem Körper und langen Fühlern: Silberfische. Diese Insekten mögen es feucht und warm, und sie lieben Zucker. Gefährlich für uns sind sie ebenfalls nicht, viele Menschen ekeln sich allerdings vor ihnen. Gar nicht eklig sind sogenannte Bücherläuse. Die sieht man nämlich kaum, sie werden höchstens anderthalb Millimeter groß. Sie fressen keine Bücher, sondern Getreide und wohl auch Schimmelpilze. Man hat sie schon in feuchten Büchern entdeckt, daher der Name.

Keiner muss Gassi gehen

Ein Feind der Bücherlaus ist der Bücherskorpion. Der haust hinter loser Tapete oder in Bücherregalen und ist etwa doppelt so groß wie eine Bücherlaus. Er packt seine Beute mit den Scheren und spritzt ihnen etwas Gift, bevor er sie vertilgt. Auch Hausstaubmilben lässt sich der Bücherskorpion gern schmecken. Die leben in Matratzen, Kopfkissen, Teppichen und Sofas.

Wenn ihr mal auf Entdeckungstour geht, findet ihr sicher noch eine Menge Tiere mehr: Kellerassel und Springschwanz, Ameise und Küchenschabe, Stubenfliege und Kleidermotte. Tierisch was los in unserem Zuhause also. Und das Tolle: Man muss diese Mitbewohner nie füttern oder mit ihnen Gassi gehen.
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