Drogenmissbrauch

Drogeninfo Basel: Viele Drogen sind aufgrund eines zu hohen Wirkstoffanteils problematisch

Die Beratungsstelle Drogeninfo Basel hat in Proben diverser Drogen eine zu hohe Rauschwirkung entdeckt. Und es gibt weitere Probleme.  

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Zahlreiche illegale Drogen enthalten einen gefährlich hohen Wirkstoffanteil.  | Foto: Oliver Berg (dpa)
Zahlreiche illegale Drogen enthalten einen gefährlich hohen Wirkstoffanteil. Foto: Oliver Berg (dpa)

Die Beratungsstelle Drogeninfo Basel (Dibs) hat im Jahr 2024 insgesamt 364 Proben analysiert. Bei 41 Proben gab sie eine Warnung heraus. Gründe dafür waren ein zu hoher Wirkstoffanteil, zusätzliche Inhaltsstoffe oder Falschdeklarationen, wie das Basler Gesundheitsdepartement (GD) mitteilte.

Mit 80 abgegebenen Proben war Kokain die am häufigsten analysierte Substanz bei der Dibs. Es folgen MDMA (54), LSD (52) sowie Amphetamin (43) oder Ketamin (36). Das synthetische Narkosemittel Ketamin erscheint erstmals in den Top 5 der abgegebenen Proben. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Ketamin-Proben mehr als verdoppelt, wie es weiter heißt. Die analysierten MDMA-Tabletten enthielten wie bereits in den Vorjahren oft zu hohe Wirkstoffanteile. Das war in 16 von 19 Tabletten der Fall, wie das GD schreibt. Bei 40 Kokainproben (50 Prozent) handelte es sich um reines Kokain ohne Streckmittel. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 92 Prozent. Bei den Cannabisproben stellte die Dibs einen Rückgang von beigemischten synthetischen Cannabinoiden fest. Im Jahr 2024 war dies lediglich bei zwei von 18 Proben der Fall.

Konsumenten können bei der seit 2019 bestehenden Dibs freiwillig ihre Substanzen abgeben, um deren Inhaltsstoffe analysieren zu lassen. An 45 Abenden nahmen letztes Jahr insgesamt 331 Personen dieses Angebot in Anspruch. Seit 2024 steht das Angebot Personen ab 15 Jahren zur Verfügung (vormals ab 18 Jahren). Vergangenes Jahr hatten zwei Minderjährige die Dibs aufgesucht.

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