Der Abschied ist zugleich ein Neubeginn
Die Pfarrei Dreifaltigkeit hat am Sonntag ihr neues Gemeindehaus eingeweiht. Es soll ein Ort der Begegnung werden – auch wenn der Abschied vom alten Zentrum schwerfällt.
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In der Predigt des Gottesdienstes wurden deshalb Abschied und Neubeginn thematisiert. Zusammen mit Pfarrer Bürkle erinnerten Marita Osterheider-Panzer und Gabriele Schmitt-Zimper vom Gemeindeteam an viele Erlebnisse und Feiern im alten Gemeindehaus. Veränderung sei indes eine Konstante im Leben. Nun bestünden die besten Voraussetzungen, das Neue anzunehmen, so der Pfarrer.
Das neue Gemeindehaus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Dreifaltigkeitskirche steht auf dem Grundstück des früheren Malteserhauses. Es sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit, dass die Kirchengemeinde St. Ursula vom Erzbischöflichen Ordinariat in heutiger Zeit die Baugenehmigung bekommen hat, erklärte Bürkle. Den Namen St. Elisabeth habe schon der Vorgängerbau mit einer Mesnerwohnung, den Räumen für die Malteser und zuvor der Wohnung für die Schulbrüder gehabt. Die Gemeinderäume befinden sich im Erdgeschoss mit dem Saal als Herzstück des Hauses. Im Untergeschoss gibt es Lagerräume, das zweite und dritte Obergeschoss werden vermietet, der Außenbereich lädt zur Begegnung ein. Trotz baulicher Herausforderungen auf engem Grundstück mit gemeinsamer Giebelwand zum Nachbarhaus sei es gelungen, ein Haus nach den aktuellen Energiestandards zu bauen, das harmonisch wirke und sich gut in die Umgebung einpasse, fasste Architekt Stefan Ringwald die Lösung seiner Aufgabe zusammen.
Der helle Gemeindesaal mit Zugang zum Außengelände auf 93 Quadratmetern Erdgeschossebene ist deutlich kleiner als gewohnt. Pfarrer Bürkle sprach die Möglichkeit an, für größere Veranstaltungen Kooperationsräume zu nutzen. Er dankte allen Beteiligten für ihren großen Einsatz und hob das besondere Engagement der stellvertretenden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Baubeauftragten Monika Glatt hervor. Danach nahm er die Segnung der Räume und des neuen Wandkreuzes vor. Ein großformatiges abstraktes Gemälde mit der dominierenden Farbe blau der Rastatter Künstlerin Christel Holl setzt einen künstlerischen Akzent im Raum. In Erinnerung an den biblischen Auszug aus Ägypten zeigt es auf leuchtend blauem Hintergrund Menschen auf dem Weg zu einem Ziel im oberen Bildbereich – einem goldenen Haus, dem Haus Gottes, wie die Malerin erklärte. Dahinter öffnet sich in bunten Farben das Paradies, so die Künstlerin.
Nun gelte es, die neuen Räume mit Leben zu füllen, sagte die Sprecherin des Gemeindeteams, Gabriele Niekamp. Manche hätten es für mutig gehalten, diesen Bau in Angriff zu nehmen, während die Kirche schrumpft. Als große Chance bezeichnete Marita Osterheider-Panzer vom Gemeindeteam den Neubau. "Wir müssen nach dem Gottesdienst nur über die Straße gehen, um Begegnung und Gemeinschaft zu gestalten."