Versuch
Eine Cannabisstudie in Basel verbessert die psychische Gesundheit der Teilnehmer
In Basel zieht das Gesundheitsdepartement eine positive Zwischenbilanz der Cannabis-Studie. Teilnehmer berichten von einer verbesserten Psyche, während der Konsum unverändert bleibt.
sda
Mo, 31. Mär 2025, 13:00 Uhr
Basel
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Das Basler Gesundheitsdepartement hat nach zwei Jahren Cannabis-Studie eine positive Bilanz gezogen. Den rund 300 Kifferinnen und Kiffern, die im Rahmen der Studie legal Cannabis bezogen, ging es psychisch besser als vor dem Start der Studie. So nahmen bei den Teilnehmenden im Verlauf der zweijährigen Cannabis-Studie "Weedcare" depressive Symptome und Angstsymptome ab, wie das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt mitteilte.
Zudem zeigten sie ein geringeres Suchtverhalten. Der Cannabiskonsum blieb bei den Studienteilnehmenden jedoch unverändert. Weder die Anzahl der Tage, an denen Cannabis konsumiert wurde, noch die Menge des konsumierten Cannabis änderten sich. Insgesamt wurden in den ersten zwei Jahren der Studie in Basel 87 Kilogramm Cannabis verkauft. Diese hätten auf dem illegalen Markt einen Wert von 900.000 Franken, heißt es in der Mitteilung. Ein Drittel davon waren Produkte mit einem THC-Gehalt von weniger als 13 Prozent. Das ist laut Gesundheitsdepartement weniger als bei üblichen Schwarzmarktprodukten.
Studie endet im Januar 2027
Die Basler Cannabisstudie dauert noch bis Januar 2027. Nach Abschluss der gemeinsamen Studie des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt, der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel, der Psychiatrischen Dienste Aargau und der Universität Basel wird ein Schlussbericht erstellt. Der Cannabis-Versuch im Kanton Basel-Stadt war der erste seiner Art in der Schweiz. Ab September 2022 konnten Baslerinnen und Basler, die bereits Drogenhanf konsumiert hatten und mindestens 18 Jahre alt waren, in mehreren Basler Apotheken Cannabisprodukte kaufen. Das Gramm kostete zwischen 8 und 12 Franken. Mittlerweile wurden ähnliche Studien in mehreren Städten lanciert – unter anderem in Zürich, Lausanne, Bern, Biel und Luzern.