Leserbrief: Selbstständigkeit hart erarbeitet

Mail

Wir benötigen Ihre Zustimmung um BotTalk anzuzeigen

Unter Umständen sammelt BotTalk personenbezogene Daten für eigene Zwecke und verarbeitet diese in einem Land mit nach EU-Standards nicht ausreichenden Datenschutzniveau.

Durch Klick auf "Akzeptieren" geben Sie Ihre Einwilligung für die Datenübermittlung, die Sie jederzeit über Cookie-Einstellungen widerrufen können.

Akzeptieren
Mehr Informationen
NOTRUFNUMMER GEFORDERT
Eine Leserin schreibt zum BZ-Artikel vom 14. Februar "Forderung nach funktionierenden Notrufnummern"
Die Chose mit dem Liftausfall im so genannten Seniorenzentrum habe ich aber anders erlebt. Weder habe ich im Rathaus angerufen noch auf Band gesprochen (als Einhänderin mit Dysarthrie vermeide ich Anrufe). Den Bürgermeister habe ich auch nicht angerufen, weil er meines Wissens nicht über das technische Know How zur Liftreparatur verfügt. (Eine Freundin hat indes nachweislich mehrfach vergeblich versucht, ihn telefonisch zu erreichen). Mir wurde seitens des bereits frühzeitig involvierten Werkhofs (der verständlicherweise freilich auch nicht über hohe Reparaturkosten beschließen konnte) an Dreikönig (Montag) geraten, eine Therapie anderntags abzusagen. Allerdings waren es da keine 24 Stunden mehr bis zur Therapie, eine kostenfreie Absage ohnehin nicht möglich. Also bin ich dem nicht nachgekommen. Einen Besuch im Burghof (schon monatelang im Vorfeld erworbene Tickets) und einen reservierten Tisch im Restaurant musste ich canceln, eine Therapie am Donnerstag konnte ich rechtzeitig absagen. Drei Mal am Tag ging eine Freundin aus dem Haus mit meiner Behindertenbegleithündin Gassi.

Warum betont die Vermieterin immer wieder, dass ich nicht in ein Pflegeheim wollte. Ist das nicht total übergriffig und ableistisch? Meine Selbstständigkeit als einseitig gelähmte Rollstuhlfahrerin habe ich mir hart erarbeitet! Die Bewohnerinnen und Bewohner haben meines Wissens dieses Haus als Mietshaus gewählt, weil es über einen Lift verfügt, auf den mehrere Leute angewiesen sind und sei es nur für die Etagenüberwindung zum Briefkasten.

Schleierhaft bleibt allerdings wie von einer allgemeinen Frage nach einem Notfallplan auf eine persona non grata gekommen wird seitens der Verwaltung und das in einer öffentlichen Sitzung.

Karin Maier, Schönau
Schlagworte: Karin Maier
PDF-Version herunterladen Fehler melden

Weitere Artikel