Südwest

In Baden-Württemberg kommen mehr Ältere und Ersttäter in Haft

Ältere Menschen werden nicht nur zu Opfern, sie sitzen auch immer häufiger als Täter im Gefängnis. Nicht die einzige Herausforderung für die Justiz.  

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Das Gefängnis in Freiburg  | Foto: Rita Eggstein
Das Gefängnis in Freiburg Foto: Rita Eggstein

Hinter Gittern sitzt zunehmend auch ein Abbild der Gesellschaft, auch Häftlinge altern: Die Gruppe der älteren Häftlinge in Baden-Württemberg wird größer, sie wird internationaler, aggressiver und es kommen immer mehr Menschen zum ersten Mal in Haft. "Unsere Gefängnisse sind längst nicht mehr mit der gleichen Gefangenenklientel wie vor zehn Jahren belegt", sagte jetzt Landesjustizministerin Marion Gentges (CDU). Die Gefangenenstruktur habe sich spürbar verändert – sowohl in Bezug auf die Herkunft als auch auf die Altersgruppen und die Art der begangenen Straftaten. Deshalb gebe es inzwischen unter anderem auch mehr Dolmetscher, spezielle medizinische Betreuung und stärkere Sicherheitsmaßnahmen. Nach Angaben des Justizministeriums sitzen derzeit 6579 Menschen im geschlossenen Vollzug (Stichtag 20. Februar 2025). Das ist der höchste Wert seit fünfeinhalb Jahren, etwa 53 Prozent der Häftlinge besitzt keinen deutschen Pass. Landesweit stehen 6730 Haftplätze im geschlossenen Vollzug zur Verfügung.

Schlagworte: Marion Gentges
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