Betroffene des Autobahnzubringers bündeln Kräfte
Beim Thema des geplanten südlichen Autobahnzubringers in Offenburg wollen die Betroffenen künftig besser zusammenarbeiten. Sie fordern den zeitnahen Ausbau eines überlasteten Streckenabschnitts.
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Beim Thema Autobahnzubringer Offenburg-Süd wollen die Bürgergemeinschaften der betroffenen Stadtteile, Vereine und Bürgerinitiativen künftig ihre Kräfte bündeln, um auf einen gemeinsamen Nenner zur Stauvermeidung am Nadelöhr zu kommen. Das teilt die Bürgerinitiative pro V0 aus Hohberg mit. Vor rund 80 interessierten Zuhörern fand auf Initiative der BI auf dem CVJM-Marienhof in Hohberg eine Podiumsdiskussion statt, wie die BI mitteilt.
Vertreter von zehn geladenen Bürgergemeinschaften und Vereinen diskutierten zusammen mit der Bürgerinitiative über den geplanten Autobahnanschluss Offenburg-Süd und den täglichen Stau, zu den Hauptverkehrszeiten auf der B 3/B 33 zwischen dem "Bumerang" (Gebäudeensemble in Uffhofen) und der Anschlussstelle Brezel.
Am Meinungsaustausch beteiligten sich Karl Bäuerle vom AKA-Süd (Arbeitskreis Autobahnzubringer Süd), Markus Isen vom Angelsportverein Hofweier, Rolf Leonhardt von der BI pro Flugplatz Offenburg, Ann-Margret Amui-Vedel vom Bündnis 90/Die Grünen, Klaus Binkert von der Bürgergemeinschaft Offenburg-Uffhofen, Mathias Drescher von der Bürgervereinigung Offenburg-Süd, Friedrich Bladt vom CVJM-Marienhof, Michael Fiedler von der Einwohnergemeinschaft Offenburg-Hildboltsweier, Herbert Patsch von der Fliegergruppe Offenburg sowie Helmut Isen von der BI pro V0. Die Hohberger BI präsentierte zunächst Fakten, heißt es in dem Bericht weiter. Dabei sei deutlich geworden, dass der Bau eines Autobahnzubringers erst nach Fertigstellung des Bahntunnels und der Modernisierung der Rheintalbahn, also nicht vor 2040, angegangen werden könne. Damit werde sich mindestens für weitere 15 Jahre am täglichen Stau auf diesem Streckenabschnitt nichts ändern.
Dass die Bestandstrasse zwischen "Bumerang" und "Brezel" auch nach dem Bau eines Autobahnzubringers OG-Süd überlastet bleibt, und die Verkehrsteilnehmer auf diesem Streckenabschnitt in den Stoßzeiten weiterhin im Stau stehen würden, war ausschlaggebend für die Einstimmigkeit in der Runde.
Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer auch, in einem ersten Schritt gemeinsam für den zeitnahen Ausbau dieses Streckenabschnitts zu kämpfen. Dabei gehe es den Beteiligten nicht um den Ausbau der vom Regierungspräsidium Freiburg untersuchten und abgelehnten Variante V0, die den Ausbau der bestehenden Strecke vorsah, sondern um die Ertüchtigung der Strecke zwischen der Zusammenführung von B3 und B33 von "Bumerang" im Stadtteil Uffhofen bis zur "Brezel".
Mit dem Ausbau zur Stauvermeidung und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit sollen Lärmschutzmaßnahmen für die Angrenzer realisiert werden, so der Bericht weiter. Für diesen Vorschlag sprächen nach Meinung der Teilnehmer die geringeren Kosten, ein geringer Flächenverbrauch, der Erhalt von ökologisch wertvoller Flächen für Flora, Fauna und Mensch, der Erhalt des Naherholungsgebiets Königswald und die schnelle Verbesserung für den regionalen und überregionalen Verkehr. Nach der Umsetzung werde sich zeigen, ob auf einen Autobahnzubringer Offenburg-Süd verzichtet werden könne.
Mit starkem Applaus bekundeten die Zuhörer ihre Zustimmung zum Ergebnis der Veranstaltung, so der Bericht abschließend. Die Teilnehmer an der Diskussionsrunde waren sich einig, die Kontakte zu intensivieren und weitere Gespräche zu führen um die gemeinsam definierten Ziele zu erreichen.