Neue Ladesäule für Grafenhausen

Das Angebot wächst: Auch auf dem Rathausplatz von Grafenhausen können nun E-Autos geladen werden. Das ist nötig, auch wegen der Touristen.  

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Grafenhausen rüstet in Sachen Ladesäulen auf.  | Foto: Wilfried Dieckmann
Grafenhausen rüstet in Sachen Ladesäulen auf. Foto: Wilfried Dieckmann
Die Infrastruktur in Sachen Ladesäulen für Elektroautos hat sich in Grafenhausen ein stückweit verbessert. Vor wenigen Tagen konnte die neue Ladesäule auf dem Rathausplatz in Betrieb genommen werden. Eine weitere Säule ist im Ortsteil Staufen neben dem Bürgerhaus geplant. Weite Anfahrtswege verbunden mit Ladefrust gehören somit bald der Vergangenheit an.

Auch in Grafenhausen gibt es immer mehr Elektroautos, die nicht einfach zur Tankstelle fahren können, um wie bisher Energie in flüssiger Form aufzutanken. Sie sind auf Ladesäulen angewiesen. Viele Besitzer von E-Autos haben in ihrer Garage mobile oder festinstallierte Wallboxen. Denn wer ein E-Auto fährt, muss es auch laden. Im privaten Bereich bietet diese Ladestationen viel Komfort: abends an die Steckdose, morgens aufgetankt starten. Ladestationen gibt es im privaten und öffentlichen Raum. Unterwegs müssen die Autofahrer auf öffentliche Ladesäulen zurückgreifen, die jedoch in ländlichen Regionen nicht an jeder Ecke zur Verfügung stehen.

In Grafenhausen wurde bereits 2015 vor der Touristinfo in Rothaus eine Ladestation für E-Autos in Betrieb genommen. Zwei weitere vor dem Schwarzwaldhaus der Sinne folgten 2019. Die Säulen verfügen jeweils über zwei Ladepunkte mit einer Leistung von 22 Kilowatt (KW). Das heißt, auch Ladenetzkunden anderer Betreiber können diese Stationen mit ihren Zugangskarten nutzen. Aber auch spontane Nutzer können sich via QR-Code den Zugang zur dortigen Energiequelle freischalten.

Diese beiden Stromtankstellen allein aber reichen für eine 2300 Einwohner zählende Gemeinde wie Grafenhausen nicht aus, wenn die Elektromobilität zunehmen sollte. Hinzu kommt auch, dass Feriengäste oder Tagesausflügler immer mehr mit E-Fahrzeugen den Luftkurort besuchen. Weite Wege und längere Wartezeiten sorgen bei den Nutzern für Frust.

"Die Energiewende bei E-Autos kann eine Gemeinde nicht allein aus eigener Kraft stemmen", meint Bürgermeister Christian Behringer auf Nachfrage der BZ. Um die Infrastruktur für Ladesäulen weiter zu verbessern, arbeite die Gemeinde mit regionalen Energieversorgungsunternehmen zusammen. Im Rahmen der Kooperation mit dem Energiedienst konnte vor wenigen Tagen auf dem Rathausplatz eine weitere Stromsäule mit zwei Ladepunkten von jeweils 22 KW in Betrieb genommen werden.

Eine weitere Tankstelle für Strom mit den gleichen Leistungen ist im Ortsteil Staufen neben dem Bürgerhaus geplant. Die Maßnahme soll gemeinsam mit einem neuen Buswartehäuschen im Frühjahr realisiert werden. Für beide Stromsäulen sind 36.000 Euro im Haushalt eingestellt. Dieser Ausbau der Elektromobilität wird mit 75 Prozent bezuschusst. Wie Stefan Broghammer vom Energiedienst auf BZ-Nachfrage informierte, seien die Säulen bei der Bezahlung barrierefrei. Neben der eigenen Karte vom Energiedienst könne auch einfach mit Bank- oder Kreditkarte bezahlt werden. Roaming sei auch möglich. Damit erhält jeder Nutzer Strom zu den Konditionen des eigenen Anbieters. Wer beispielsweise Erledigungen im Rathaus, bei Post, Bank oder Apotheke zu erledigen hat, kann nebenbei ganz einfach Strom tanken. In einer halben Stunde könnten so ganz nebenbei rund 11 Kilowatt getankt werden. Je nach Fahrzeug wären das zwischen 100 und 120 Kilometer Fahrleistung.
Schlagworte: Stefan Broghammer, Christian Behringer
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