Immobilienentwicklung

In Basel wurden 2024 nur 151 neue Wohnungen gebaut, doch nun soll die Zahl weider steigen

151 neue Wohnungen wurden im Jahr 2024 in Basel gebaut – das sind weniger als im langjährigen Vergleich. Immerhin wurden durch Umbauten weitere 482 neue Wohnungen geschaffen.  

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Auf der Industriefläche Lysbüchel Süd ...n Basel ein kleinteiliges Wohnviertel.  | Foto: Erich Meyer
Auf der Industriefläche Lysbüchel Süd entstand in Basel ein kleinteiliges Wohnviertel. Foto: Erich Meyer

Im Jahr 2024 sind im Kanton Basel-Stadt 151 neu gebaute Wohnungen auf den Markt gekommen, dies teilt das Basler Präsidialdepartement mit. Gleichzeitig seien 77 Abrisse und ein positiver Umbausaldo von 437 Einheiten verzeichnet worden. Daraus ergebe sich netto eine Errichtung von 511 Wohnungen, was 0,4 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes entspreche. Diese Zahl liege rund 350 Einheiten unter der des Vorjahres und etwa 200 Einheiten unter dem Durchschnitt der Dekade 2014 bis 2023, der bei 722 Einheiten gelegen habe.

Der Rückgang komme nicht überraschend, da im vergangenen Jahr keine größere Arealentwicklung abgeschlossen oder Überbauung fertiggestellt worden sei, heißt es in der Mitteilung. Die Wohnbautätigkeit 2024 liege im Bereich der Jahre 2014 bis 2017. Die Gründe für den Rückgang der Bautätigkeit seien jedoch vielfältig und ihr jeweiliger Einfluss lasse sich nicht klar festmachen.

Die meisten neuen Wohnungen sind 2024 im Großbasel entstanden

Das größte Neubauprojekt des Berichtsjahres habe 42 Genossenschaftswohnungen im Wohnviertel Breite umfasst. Dies sei die erste Bauetappe eines Großprojekts mit Ersatzneubauten. Weitere 64 Wohneinheiten sollen 2025 fertiggestellt werden. Insgesamt seien zuvor 69 Wohnungen abgerissen worden. Beim zweitgrößten Projekt seien ebenfalls preisgünstige Wohnungen entstanden. Im Entwicklungsgebiet Lysbüchel im Wohnviertel St. Johann habe eine gemeinnützige Stiftung 27 Wohnungen errichtet.

Insgesamt seien 84,8 Prozent der neu errichteten Wohnungen in Großbasel, 14,6 Prozent in den Landgemeinden und 0,6 Prozent in Kleinbasel entstanden, schreibt das Präsidialdepartement. Die durchschnittliche Zimmerzahl einer Neubauwohnung betrage 3,3 Zimmer (Vorjahr 2,8 Zimmer) und liege damit etwas höher als im Bestand mit 3,0 Zimmern. Eine Neubauwohnung sei durchschnittlich rund 98 Quadratmeter groß – und damit größer als der Durchschnitt aller Wohnungen, der bei 79 Quadratmetern liege. Im Vorjahr waren die Neubauwohnungen mit durchschnittlich 79 Quadratmetern noch 19 Quadratmeter kleiner.

Viele neuwertige Wohnungen entstehen durch Umbau

Durch Umbautätigkeiten seien 482 neue oder neuwertige Wohnungen entstanden. Da im Zuge dieser Arbeiten 45 Wohnungen beseitigt worden seien, ergebe sich ein Umbausaldo von 437. Dieser Wert sei zum zwölften Mal in Folge positiv und so groß, dass der sehr geringe Neubau zu einem Teil kompensiert worden sei, schreibt das Präsidialdepartement. Besonders hervorzuheben sei die Umwandlung von Büroräumlichkeiten zu Wohnungen, wodurch 280 Wohnungen entstanden seien. Zwei Großprojekte hätten maßgeblich dazu beigetragen: Im Wohnviertel Gundeldingen seien in einer ehemaligen Büroliegenschaft gut 190 möblierte Wohnungen entstanden, und im Kleinbasel habe ein ähnliches Projekt rund 80 neue möblierte Logis hervorgebracht.

Erfreulich sei, dass die Zahl an bewilligten oder bereits im Bau befindlichen Wohnungen inzwischen wieder deutlich zugenommen habe. 442 Wohneinheiten erhielten im Jahr 2024 eine Baubewilligung – ein Wert, der seit 2020 nicht mehr erreicht worden sei. Ende 2024 befanden sich 934 Wohnungen im Bau und weitere 574 waren bewilligt, schreibt das Präsidialdepartement. Ab Ende der 2020er-Jahre werde erneut eine hohe Wohnbautätigkeit erwartet, wird Lukas Ott, Leiter der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung, zitiert. "Ab 2035 werden dann die ebenfalls voranschreitenden Planungen rund um die größten Transformationsareale im Kanton – Klybeckplus und Dreispitz Nord sowie die Hafen- und Stadtentwicklung – am stärksten zur Schaffung von Wohnraum beitragen."

Schlagworte: Lukas Ott
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