Handys an Schulen
Hat mit der heutigen Realität nicht viel zu tun
Patrick Thalacker (Freiburg im Breisgau)
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Es ist ein merkwürdiges Verständnis von Schule, das Herr Steiner in seinem Kommentar an den Tag legt. Konflikte über die Handynutzung an Schulen kommen für ihn nur zwischen Schülerschaft und Schulleitung, beziehungsweise zwischen Eltern und Schulleitung vor, und auch nur die Schulleitungen sind in seiner Vorstellung bisher mit der Regelung der Handynutzung an Schulen befasst.
Die, die bestehende Regeln nicht nur tatsächlich im Alltag durchsetzen, sondern sie auch maßgeblich mit formuliert haben, kommen in seinem Kommentar nicht vor.
Es sind nicht die Schulleitungen, die den Großteil der Konflikte austragen, sondern die Lehrkräfte, die in den Klassenzimmern unterrichten, in den Pausenhöfen Aufsicht führen und sich auf Klassenfahrten die Nächte um die Ohren schlagen. Maximal ein Prozent dieser Konflikte landet bei den Schulleitungen.
Und die Regeln werden auch nicht von diesen erlassen, sondern von der gewählten Schulkonferenz beschlossen. Zwar geschieht dies nicht selten auf Vorschlag aus dem Kollegium. In der Schulkonferenz aber stellen Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern jeweils ein Drittel der Mitglieder, das heißt, keine der Gruppen – und schon gar nicht die Schulleitung! – kann im Alleingang ihre Vorstellungen durchsetzen. Herrn Steiners Verständnis von Schule ist das einer naiven Autoritätsvorstellung, die mit der heutigen Realität nicht viel zu tun hat.
Patrick Thalacker, Freiburg im Breisgau