Queeres Jugendzentrum

War das eine repräsentative Umfrage?

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Zum Bericht "Auf dem Weg zum queeren Jugendtreff" (BZ vom 12. März).

Was für ein Armutszeugnis! Nach welchen Kriterien die Evangelische Hochschule die Jugendlichen gefragt hatte, wird nicht klar. Nahezu 90 Prozent junger Menschen wollen ein queeres Jugendzentrum? War das eine repräsentative Umfrage unter Kinder und Jugendlichen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass in einem islamischen Kulturkreis solche Ergebnisse möglich sind. Die Zahl scheint mir wenig aussagekräftig für die Gesamtheit der Kinder und Jugendlichen in Freiburg.

Dass die Untersuchung meint, Freiburg brauche ein solches Jugendzentrum, halte ich daher für wenig überzeugend. Ich vermisse zudem in dem Artikel eine kritische Haltung. Eine Diskussion über die Philosophie von "Queer" gibt es überhaupt nicht. Nur weil es eine Mehrheit so meint, braucht es lange noch nicht wahr oder richtig zu sein. Besonders fassungslos macht es einen, wenn es im Artikel heißt: "Eine kontroverse Debatte gab es in der Ausschusssitzung nicht."

Wo ist hier eine Diskussions- und Streitkultur über grundlegende Fragen unseres Seins?

Es wird aber in dem Artikel suggeriert "Queer" ist hier und heute völlig selbstverständlich und genauso normal wie Mann oder Frau. Das man das "Queer-Sein" kritisch hinterfragt, hat nichts mit rechts, links, oben oder unten zu tun, sondern ist eine zutiefst ethische Frage.

Volker Gralher, Freiburg
Schlagworte: Volker Gralher
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