Fabienne Ambuehl
So lyrisch wie energisch
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Zehn Jahre nach ihrem ersten Soloalbum hat die heutige Wahl-Londonerin ein zweites veröffentlicht. Und "Thrive" hat internationale Klasse. Es ist Klaviertrio-Jazz, öfter zum Quartettsound mit Gitarre geweitet und ab und zu als Begleitung für Ambuehls Stimme.
Es ist ein so lyrisches wie dynamisches Album, akzentuiert von den sanglichen Motiven in Ambuehls Kompositionen. Wenn ihr Klavier und die Gitarre von Tom Ollendorf (einmal als Gast: Ant Law) sich umspielen, wenn Letztere dann zu schwebenden Soli abhebt, meint man fast, auf einer Pat-Metheny-Platte zu sein. Bassist (und Co-Produzent) Matt Ridley steht den beiden bei seinen wunderbaren Soli an Melodiösität nicht nach. Und Drummer Jon Scott hat eine so unaufdringliche wie zwingende Dynamik, dass das Ganze sich wie ein lange eingespieltes Ensemble anhört. Auch soundtechnisch ist das Album wunderbar ausbalanciert, ein Genuss für Klangliebhaber.
Der instrumentale Höhepunkt ist der spannende Sechs-Minüter "Nihil", der gerne hätte länger dauern dürfen. Als Sängerin leiht sich Ambuehl am Anfang und am Ende des Albums Lyrics bei Emily Dickinson und D.H. Lawrence. Der vokale Höhepunkt aber ist das auch fast sechs Minuten lange "Immaculate Rain", in dem sie mit ihrer hohen und durchaus eindringlichen Stimme die reinigende Wirkung der Natur beschwört. Auch außergewöhnlich.