Leserbrief: Verantwortung für Menschen in Not

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BUNDESTAGSWAHL
Zu: "Die Lahrer Wahlkarte färbt sich blau" (BZ vom 25. Februar)
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Sie in den 1990er-Jahren nach Deutschland gekommen sind und in einem freiheitlichen Land aufgenommen wurden. Im Wissen um ihre Geschichte von Verfolgung und Vertreibung war dies richtig. Sie konnten dadurch Ihre Meinung kundtun wie 2016 (mutmaßliche Vergewaltigung einer jungen Frau) oder 2022 (Autokorso zu Beginn des Krieges). Im Land, das Sie verließen, war dies zu Ihrer Zeit nicht möglich und ist es in diesen Zeiten sicher wieder nicht. Nun lese ich, dass Sie sich unfair behandelt fühlen gegenüber anderen, die heute ebenfalls unsere Unterstützung brauchen. Einige von Ihnen folgen Menschen, die Ukrainer und Ukrainerinnen als Ungeziefer bezeichnen, folgen diese auch dem Narrativ des Kreml?

Wir haben gelernt, dass wir als Demokratie eine Verantwortung in der Welt für Menschen in Not haben und kommen dem so nach, wie es uns möglich ist. Sie mögen sich hintenangestellt fühlen, ich fühle mich und unsere demokratischen Werte benutzt.Uwe Kölble, Lahr
Schlagworte: Uwe Kölble
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