Leserbrief: Ich fürchte, dass es nicht mehr viele Rehe gibt
Martin Wissler (Wieden )
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Es ist unbestritten, dass jede Kommune mit ihren zu verpachteten Jagdflächen machen kann, was sie will. Ob das im Artikel hochgelobte Abschuss-Modell "Regiejagd" das bestehende und gut funktionierende Jagdpachtsystem übertrifft, stelle ich in Frage. Die Gemeinde Fröhnd rühmt sich mit der Regiejagd eines Teilbereiches ihrer Pachtfläche zur Erreichung waldbaulicher Zielsetzung. 21 Rehe auf 86 ha zu erlegen setzt meiner Ansicht nach voraus, dass fast alles dort vorkommende Rehwild erlegt wurde.
Diese Vorgehensweise zeigt einmal mehr, wie radikal einige Förster mit dem Rehwild umgehen. Zu behaupten, man würde keinenfalls einen Totalabschuss anstreben, weil Rehe ja schließlich zum Wald gehören, mutet an wie Märchen. Es beweist einmal mehr, dass die These Wald vor Wild immer mehr verfängt und in den verantwortlichen Gremien Gehör findet, ohne Konsequenzen zu beachten. Jagen beinhaltet mehr als Rehe totschießen und ist eine komplexe Aufgabe. Wohl den Gemeinden, die noch Jagdpächter haben, die weder Kosten noch Mühen scheuen ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Bezahlende Abschussnehmer leisten das sicherlich nicht.
Ich wünsche guten Appetit beim Rehessen, glaube jedoch, dass diese Freude mangels Masse nicht lange anhält. Horrido
Martin Wissler, Wieden