Fußball-Bundesliga

"Ein Paket, das uns guttut": Atubolu ist in Freiburg gereift

Der SC Freiburg ist auf Europapokal-Kurs. Einen großen Anteil daran hat Torhüter Noah Atubolu, der auch gegen den FC Augsburg glänzen möchte.  

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Noah Atubolu hat sich längst zum Leistungsträger entwickelt. Foto: Tom Weller/dpa

Quelle: Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Die BZ-Redaktion hat diese Meldung nicht redaktionell bearbeitet.

Freiburg (dpa) - Vier Spiele nacheinander zu Null, dazu vier gehaltene Elfmeter in Serie: Für den SC Freiburg sind das zwei Rekorde in der Fußball-Bundesliga. Der erste für den Verein, der zweite für Torhüter Noah Atubolu. Der 22 Jahre alte Keeper hat sich beim Europapokal-Anwärter längst zu einem sicheren Rückhalt entwickelt. Jetzt will er mit dem SC auch das Auswärtsspiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim FC Augsburg erfolgreich gestalten und möglichst erneut ohne Gegentor bleiben. 

Aber auch der Gegner ist defensivstark und kassierte zuletzt dreimal hintereinander kein Gegentor. Das liegt mitunter an FCA-Schlussmann Finn Dahmen, der Atubolu auf den Fersen ist: Während der Freiburger Torhüter seit 396 Minuten kein Gegentor hinnehmen musste, kommt Dahmen auf 343 Minuten. "Unser Selbstvertrauen müssen wir mitnehmen, aber unsere Sinne schärfen, weil Augsburg seit sieben Spielen nicht verloren hat, die sind gut drauf", sagte Atubolu.

36 Gegentore haben die Freiburger in dieser Saison trotzdem schon kassiert, größtenteils in den Spielen gegen die vermeintlichen Top-Teams. Auch bei den 3:0-Führungen in den Heimspielen gegen Kiel und Wolfsburg musste die Mannschaft noch um die Heimsiege zittern. "Daraus haben wir gelernt, das sollte uns auf gar keinen Fall nochmal passieren", sagte Atubolu. Beim 5:0 gegen Bremen am vergangenen Freitag ließen die Freiburger nicht locker und legten fleißig nach.

Dritter Platz in der Bundesliga-Rangliste

Einen großen Anteil am derzeitigen Freiburger Erfolg hat Noah Atubolu, der anfangs nach seiner Beförderung zum Stammtorhüter zu Beginn der Vorsaison immer wieder in der Kritik stand. Er beerbte den nach England gewechselten Mark Flekken.

In seiner Debütsaison stand Atubolu in allen Liga-Spielen im Tor. Zudem hütete er in zehn Europa-League-Partien und in einem DFB-Pokalspiel das Gehäuse. Zehnmal blieb der gebürtige Freiburger ohne Gegentor und lag damit in der Liga-Rangliste auf Platz drei hinter Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen) und Alexander Nübel (VfB Stuttgart).

Wegen der einen oder anderen Unsicherheit hatte es der Torhüter dennoch nicht immer leicht - vor allem in den sozialen Netzwerken fiel die Resonanz oftmals negativ aus. Vom Verein erhielt Atubolu jedoch stets Rückendeckung. "Er fängt hohe Flanken ab, ist mutig im Positionsspiel und strahlt eine große Sicherheit aus – das ist auch seine Kernaufgabe", sagte Trainer Julian Schuster über seinen Schützling. "Und in der Spieleröffnung ist er auch gut. Ein Paket, das uns unglaublich guttut."

Gegen Bremen hatte Atubolu beim Stand von 2:0 kurz vor der Pause einen Elfmeter gehalten, "zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt", so Schuster.

Atubolu: "Habe meine Tricks beim Elfmeter"

Der SC-Keeper stellt mit dem vierten gehaltenen Strafstoß nacheinander einen Bundesligarekord ein. Vor ihm schafften das nur Thomas Zander, Frank Rost, Bernd Leno und Hans-Jörg Butt. "Ich habe meine Tricks beim Elfmeter, die ich immer anwende. Ein paar Spielchen, ich versuche den Schützen zu irritieren", sagte Atubolu. "Ich beschäftige mich wirklich sehr mit den Elfmetern - genauso wie der Schütze, der sich mit den Torhütern beschäftigt. Das wird dann so belohnt."

© dpa‍-infocom, dpa:250228‍-930‍-390122/1

Schlagworte: Torhüter Noah Atubolu, FCA-Schlussmann Finn Dahmen, Noah Atubolu
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