Die Orangerie wird zur mongolischen Steppe
In Lahr verzaubern "Violons Barbares" das Publikum mit mongolischen Klängen und bulgarischen Mythen. Die Orangerie F bietet die perfekte Bühne für dieses musikalische Erlebnis.
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Die drei Musiker verbinden traditionelle Musik des Balkans und der Mongolei mit modernen Klängen. Die drei Ausnahmemusiker haben vor 17 Jahren ihren gemeinsamen Weg eingeschlagen. Ihre Musik bedient sich mystischer Wesen und dunkler Gestalten, mit denen sie eine musikalische Märchenreise antreten. Legenden aus der Mongolei und aus Bulgarien werden eingeflochten in den musikalischen Ideenfluss im 7er- und 9er-Takt, was den kulturellen und musikalischen Kontext ihrer Darbietung erweitert. Dafür haben sie eine ganze Menge an Saiteninstrumenten im Gepäck.
Rhythmische Inszenierungen und besondere Instrumente entführen das Publikum in das Reich der Mongolei. Genau dorthin, wo Dschingis Khan und seine Reiter vor dem geistigen Auge der Zuhörerinnen und Zuhörer auftauchen, wenn Dandarvaaching seine Morin Khuur ergreift und die zwei Saiten anschlägt, dann seinen Khoomei-Kehlgesang anstimmt und als Stimmwunder das Publikum betört. Mit seinem Obertongesang erzählt er alte mongolische Legenden und versetzt die Zuhörer in die zerklüftete Berglandschaft Ostasiens. Man spürt das Trommeln der Hufe galoppierender Pferde im Steppensand. Wild, ungestüm, feurig und ungezügelt: Die Musik reißt das Publikum mit, viele tanzen im Rhythmus.
Die Instrumentalisten führen das Publikum von den Steppen der Mongolei weiter nach Bulgarien. Dort sind es nicht nur die traditionellen Tänze, Mythen um Feste im Jahreslauf wie die Rauhnächte oder der Karneval, die das Trio thematisiert. Gougov beherrscht die Gadulka und Sansula. Die Topshuur hat scheinbar nur zwei Saiten, dahinter verbergen sich 70 oder 80 geflochtene Saiten. Sie tönt vergleichsweise wie ein Cello, so Gougov, und werde zum Erzählen von alten Legenden verwendet. Die Gadulka dagegen hat 14 Saiten, drei Hauptsaiten und elf Sympathiesaiten, die nicht gespielt werden, aber für die Resonanz zuständig sind. Manche der landestypischen Instrumente werden mit dem Bogen gespielt, andere mit der Oberseite des Fingernagels in Schwingung versetzt. Eine faszinierende Herausforderung für die Augen, die versuchen, das Handspiel und den Klang in Einklang zu bringen.
Ein ungewöhnliches Klangerlebnis für die Ohren, wenn Enkhjargal Dandarvaaching im Untertongesang seine erdigen Impressionen preisgibt und fast meditativ sein Publikum berührt. Die Musik hat einen ursprünglichen und urwüchsigen Charakter.
Mit der Orangerie F hat das Triumvirat auch die passende Kulisse für seinen Auftritt. Besondere Musiker brauchen ein besonderes Ambiente, und dafür will Eckehard Ficht sorgen.