Carsharing steht auf der Kippe

Im Friesenheimer Ortsteil Oberschopfheim soll am Dreiangel eine neue Mobilitätsstation entstehen. Doch für das geplante Carsharing gibt es nur wenige Interessenten.  

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Am Dreiangel, dem zentralen Punkt von Oberschopfheim, soll eine Mobilitätsstation entstehen. Das hat der Ortschaftsrat mit fünf Ja-Stimmen, bei einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen so an die Verwaltung verabschiedet. Ob es auch Carsharing – wie ursprünglich geplant – geben wird, ist noch offen. Der Grund: Bei einer Umfrage haben nur neun Oberschopfheimer Interesse an diesem Angebot signalisiert. Zu wenig, wie die Betreiberfirma sage, so Michael Jäckle.

Mindestens 20 Menschen müssten Interesse an einem Carsharing in Oberschopfheim haben. Der Ortsvorsteher sagte, dass nach Rücksprache mit Bauamtsleiter Markus Reinbold trotzdem die notwendige Infrastruktur für einen Mietwagen geschaffen werden soll. Wenn es dann eine tatsächliche Nachfrage geben sollte, könnte am Dreiangel schnell Carsharing eingeführt werden.

Stefan Armbruster (GLU) verwies darauf, dass Stadtmobil-Nutzer auch das geplante Mobilitätsangebot in Oberschopfheim nutzen könnten. "Es wäre interessant zu wissen, ob es Oberschopfheimer gibt, die Mitglied beim Stadtmobil sind", so Armbruster. Immerhin nimmt die Gemeinde 40.000 Euro in die Hand, um die Mobilitätsstation mit sieben Leihrädern am Dreiangel zu ermöglichen. Jährlich kämen ungefähr 4000 Euro Unterhaltungskosten dazu. Fabio Leidinger (CDU) wollte wissen, ob es aus Friesenheim Nutzerzahlen der Mobilitätsstation gibt. Sein Fraktionskollege Nicolas Vollmer interessierte sich für die Frage, wie sehr in Friesenheim die Leihräder genutzt werden und ob die 4000 Euro die Unterhaltungskosten decken. Markus Kohler (FW) äußerte Bedenken, ob das Angebot genutzt werde. Er wollte von Michael Jäckle wissen, ob es ein zeitliches Limit der Testphase gibt und ob die Mobilitätsstation danach zurückgebaut wird.

Der Friesenheimer Gemeinderat wird Antworten auf diese Fragen geben müssen. Michael Jäckle plädierte dafür, dass die Werbetrommel für das Angebot noch gerührt werden soll, damit sich auch Interessierte für das Carsharing noch finden werden.

Die Gebühren für die Nutzung der Lendersbachhütte werden von 25 auf 30 Euro angehoben. Die Kaution für die Nutzung beträgt 50 Euro. Das beschloss der Ortschaftsrat. Im vergangenen Jahr wurde die Lendersbachhütte 22 Mal kostenpflichtig gemietet.
Schlagworte: Michael Jäckle, Stefan Armbruster, Markus Kohler
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