Handelsstreit

Wirtschaftsministerin sieht massive Belastung durch US-Zölle

US-Präsident Donald Trump macht bei Zöllen ernst. Baden-Württemberg ist vom Export besonders abhängig. Wie bewertet das Wirtschaftsministerium die Lage?  

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Wirtschaftsministerium warnt vor Folgen der US-Zollpolitik. (Foto Archiv)  | Foto: Marijan Murat/dpa
Wirtschaftsministerium warnt vor Folgen der US-Zollpolitik. (Foto Archiv) Foto: Marijan Murat/dpa

Quelle: Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Die BZ-Redaktion hat diese Meldung nicht redaktionell bearbeitet.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) rechnet mit immensen Auswirkungen der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle. Die USA seien Handelspartner Nummer Eins, sagte die CDU-Politikerin in Stuttgart, die durch die amerikanischen Pläne den Wohlstand in Gefahr sieht. "Das nun vom US-Präsidenten verkündete Strafzollpaket könnte das Ende des liberalen Handels markieren." Es könne der Wendepunkt einer langen positiven Entwicklung sein, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingesetzt habe und für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und einen stetig steigenden Lebensstandard in weiten Teilen der Welt gesorgt habe. 

Die Wirtschaftsministerin sagte weiter, die Auswirkungen derart willkürlicher Strafabgaben seien gravierend und ließen sich im Einzelnen noch nicht beziffern. Klar sei aber bereits jetzt, es werde alle treffen: Unternehmen, Arbeitnehmer und die Verbraucher. "Und zwar auf alle Seiten, auch in den USA." Es sei wichtig, dass die Europäische Union jetzt besonnen aber entschlossen und geschlossen reagiere. "Ich warne vor einem Aufschaukeln von Zöllen und damit verbunden noch stärker steigenden Preisen." 

Ein Handelskrieg könne nicht im Interesse exportorientierter Nationen liegen. "Angesichts der engen wirtschaftlichen Verflechtungen unserer Wertschöpfungsketten mit dem amerikanischen Markt halte ich es für unabdingbar, dass wir auf den Dialog mit der US-Regierung setzen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Hier ist die EU jetzt gefordert."

Nach Angaben des Ministeriums gingen 14,4 Prozent der baden-württembergischen Gesamtausfuhren des letzten Jahres in die USA. Das waren Waren im Wert von 34,8 Milliarden Euro.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, die von den USA angekündigten und willkürlichen Zölle seien ein Angriff auf den internationalen Handel. "Baden-Württemberg wird das als Exportregion massiv spüren, auch wenn viele Details noch unklar sind. Es braucht nun eine entschlossene Antwort der Europäischen Union. Europa und seine Wirtschaft sind stark. Gleichzeitig muss die Hand weiter für Verhandlungen ausgestreckt bleiben."

© dpa‍-infocom, dpa:250403‍-930‍-422437/3

Schlagworte: Donald Trump, Winfried Kretschmann, Nicole Hoffmeister-Kraut

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