Bürgermeisterwahl
Britta Dohmen setzt mit ihrem Wahlsieg in Simonswald ein Ausrufezeichen
Mit nicht weniger als 83 Prozent wurde Britta Dohmen letzten Sonntag fulminant zur neuen Bürgermeisterin von Simonswald gewählt. Von ihrem abgestraften Vorgänger erbt sie am 1. Juni aber so manche Herausforderung.
So, 6. Apr 2025, 12:07 Uhr
Simonswald
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Ganz überraschend kam der Sieg der 44-Jährigen nicht: Schon bei der Kandidierendenvorstellung im Ort war sie bejubelt worden. Sie bringt vieles mit, was sie für Simonswald zur überzeugenden Kandidatin machte: Sie spricht die Leute im Dialekt an, wirkt dynamisch, zugewandt. Ihr Vater stammt aus Simonswald, sie hatte gleich klar gemacht, dass sie sich nur hier ums höchste Amt bewerben wolle. Auch Verwaltungserfahrung hat sie. Nach einer Zeit als Krankenschwester im St. Josefskrankenhaus sattelte sie auf Verwaltung um, durchlief im gehobenen Dienst bei der Stadt Freiburg mehrere Stationen. Im Moment hat sie hier noch eine Leitungsfunktion bei der Stadtkämmerei inne. "Ich wollte fachlich gut gerüstet sein", hatte sie bei der Bewerbung gesagt.
Am 1. Juni wird sie in Simonswald ihr neues Amt antreten – als eine von zwei Bürgermeisterinnen im Landkreis Emmendingen.
Eine einfache Aufgabe wird es nicht. Das Verhältnis zwischen ihrem Vorgänger und dem Gemeinderat war bereits seit Jahren zerrüttet. Sie erbt nicht nur den klammen Haushalt, sondern auch einige drängende Probleme. Der Gemeinderat hatte zuletzt einige kontroverse Entscheidungen getroffen: Er hat etwa Zahlungen an die Tourismusgesellschaft Zweitälerland massiv zusammengestrichen, was aber gegen geltende Verträge verstößt. Die Elztalgemeinden, die gemeinsam mit Simonswald die ZTL betreiben, sind entsprechend vergrätzt. Für die neue Bürgermeisterin heißt das, dass sie bald nach Amtsantritt für Frieden sorgen muss – nach innen und außen.