"Mir ist wichtig, das Gold in Händen zu halten"
BZ-INTERVIEW mit Alexander Leipold über seine Erfahrungen in Genf, sein Leben (derzeit) ohne Gold, zu hohe Nandrolonwerte und eine Packung Unterwäsche.
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KARLSTEIN/FREIBURG. Er war der erste deutsche Freistilringer seit Wilfried Dietrich (1960), der Gold bei Olympia gewann. Doch wenige Tage nach dem Erfolg in Sydney musste Alexander Leipold es zurückgeben: positive Dopingprobe. Nun will er sich über den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Genf die Medaille erstreiten (siehe Info-Boxen rechts). Das Urteil wird am 17. Juli verkündet. Über seine Erfahrungen in Genf, sein Leben (derzeit) ohne Gold, zu hohe Nandrolonwerte und eine Packung Unterwäsche sprach BZ-Redakteur Georg Gulde mit Leipold.
BZ: Hatten Sie Angst, als Sie Anfang der Woche zur CAS-Verhandlung reisten?Leipold: Nein, Angst würde ich das nicht nennen. Ich war aufgeregt. Das war in etwa so wie vor einem wichtigen Ringkampf.
BZ: Es war ja auch ein wichtiger Kampf für Sie. Vielleicht sogar der wichtigste?
Leipold: Es ist der längste und der wichtigste. Ich will Gerechtigkeit. Weil ich weiß, dass ich nichts Unerlaubtes zu mir genommen und damit auch nicht gedopt habe, will ich die Goldmedaille zurück. Mir geht es nicht um Geld, mein Ziel ist die Goldmedaille, die ich fair auf der Matte gewonnen habe.
BZ: Soviel Idealismus nimmt Ihnen die Öffentlichkeit aber nicht ab.
Leipold: Ringen ist leider ...