25 Jahre Verkehrskasper
Wenn Polizisten Kasperletheater spielen
Die Puppenspieler der Polizei faszinieren seit 25 Jahren ihr junges Publikum / 140 Kinder, viel Spaß und ein Tumult bei der Jubiläumsvorstellung der Verkehrserzieher.
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140 Kinder sitzen auf Turnbänken und auf Matten und zählen runter: "3, 2, 1 – Kaaaspeer!" Die Kasperlefigur taucht auf der Verkehrspuppenbühne auf und ruft zurück: "Seid ihr alle da?" Sie sind voll da. Seit 25 Jahren begeistert der Verkehrskasper der Polizei das Publikum. Heinz Kummer und seine Kollegen fingen einst mit der selbstgebauten Bühne und Handpuppen an, in die sie nur einen Finger bekamen. Am Montag gaben sie ihre Jubiläumsvorstellung.
Kummer moderiert zwischen Bühne und Zuschauern, erklärt, fragt, bringt die Kinder zum Lachen und Mitmachen. Der 59-jährige Hauptkommissar lässt sie auch raten, wie alt der Verkehrskasper ist. "Drei Millionen Jahre", ist da genauso zu hören wie "fünf". 25 sind es. Kummer hatte damals die Idee. Er war neu bei der Verkehrserziehung, wollte mehr Kinder berücksichtigen und fand das Kasperle selbst gut, als er klein war. Zum ersten Mal spielten die Polizisten 1990 mit kleinen Kinderhandpuppen in Neuenburg und am Jahrestag neulich wieder, aber die offizielle Jubiläumsshow war am Montag im Rieselfeld – mit moderner Bühne und schönem alten Kasperle, in dem der halbe Arm von Sigi Kohler verschwindet.
das Kasperle schon
Auf der klaut der Verkehrsteufel die neue Ampel und im Zuschauerraum gibt’s Tumult: Kinder springen auf, rufen wild durcheinander, als Heinz Kummer wieder vor die Bühne tritt, zeigen sie, wohin der Dieb verschwand, und rufen mit ihm Kasper. Der wiederum ruft Polizeihund Bello, der am Baggersee war und sich schüttelt, woraufhin Wasser ins Publikum spritzt. Dann legen sich alle auf die Lauer: Die Kinder ducken sich und kriechen unter die Bänke – und schreien, sobald der Teufel auftaucht. Kummer fängt erst den Kasper, doch mit Hilfe der Zuschauer geht ihm der Dieb ins Netz. Die Kinder klatschen, manche hüpfen, ein Mädchen umarmt seine Freundin. Kasper und Bello stellen die Ampel wieder auf. Nach 45 Minuten ist der Spaß vorbei. Kummer gibt den Kindern noch mit auf den Weg, dass sie immer an der Straße stehen bleiben, links und rechts schauen und nur rüber gehen sollen, wenn alles frei ist oder die Autos stehen: "Versprochen?" "Jaaaa!"