Stabiles Jahr für den Holzmarkt

Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Schuttertal hat in ihrer Hauptversammlung ein gutes Jahr 2024 resümiert. Viel Regen und weniger Hitzeperioden sorgten für stabile und teils gestiegene Holzpreise.  

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Der FBG-Vorsitzende Josef Fehrenbacher resümierte vor den Mitgliedern in der Festhalle in Dörlinbach ein "etwas entspannteres Jahr 2024". Grund dafür seien die Niederschläge mit durchschnittlich 1000 Liter je Quadratmeter gewesen. Es habe keine langen Hitzeperioden gegeben, diese Umstände hätten zu einem stabilen Holzpreis geführt. Fehrenbacher berichtete weiter von einem Treffen zwischen Jagdpächtern und Waldbesitzern zum Thema Verbissschäden durch Rehwild: "Das ist ein sehr heikles Thema", so der Vorsitzende.

Revierleiter Elmar Bantle lieferte die Zahlen für 2024 in der 2698 Hektar großen Waldfläche: Der Holzeinschlag lag bei 14.845 Festmetern mit einem Erlös von 1,15 Millionen Euro. Das bedeute einen Durchschnittspreis von 90,60 Euro je Festmeter, so Bantle. Den größten Anteil beim Einschlag trug die Fichte (8335 Festmeter), gefolgt von der Tanne (3056), Rotbuche (1854) und Douglasie (885). Bantle bilanzierte einen derzeit stabilen Holzmarkt mit gestiegenen Preisen für Nadelstammholz.

Jakob Frank, seit Januar neuer Forstbezirksleiter, ging auf die Novellierung des Bundeswaldgesetzes ein, das mit dem Ampel-Aus gestorben sei: "Damit ist die Kuh vom Eis", bewertete er die Situation. Das werde Auswirkungen auf die Fördermittel haben, die es 2025 etwa für Aufforstung oder Verbissschutz geben werde.

Kurt Weber von der Waldservice Ortenau erläuterte den Export im Zusammenhang mit den Zöllen der neuen US-Regierung: "Wir haben inzwischen mehr Erfahrung als noch vor einigen Jahren bei gleicher Situation mit einem damals enormen Preisabfall." Weber berichtete weiter über die Initiative "Klimapositive Waldwirtschaft", die sich 2023 aus Mitgliedern verschiedener Sparten und Interessensgruppen gegründet hatte. In mehreren Treffen bei der Waldservice Ortenau habe der Arbeitskreis Visionen und Ziele erarbeitet und ein Veranstaltungsprogramm entwickelt. Inzwischen sei die Mitgliederzahl auch um namhafte Unternehmen bedeutend angestiegen. Weber berichtete von einem großen Netzwerk, von der Verbindung zur Landwirtschaft und von gesponserten Pflanzaktionen. Auch der Vorstand der FBG Schuttertal habe den Beitritt beschlossen.

Der Jahresbeitrag liege bei 300 Euro, so Josef Fehrenbacher, der die Mitgliedschaft als Vorteil ansieht. Bürgermeister Matthias Litterst dankte den Forstbesitzern für ihre wertvolle Arbeit und Waldbewirtschaftung im von Wald geprägten Schuttertal.

Die Forstbetriebsgemeinschaft Schuttertal hat 148 Mitglieder. Weitere Infos unter klimapositive-waldwirtschaft.de
Schlagworte: Josef Fehrenbacher, Elmar Bantle, Matthias Litterst
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