Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr-II 2022
Die Werwolfsfreunde
Von Lina Köpfer, Klasse 4, Hans-Thoma Grundschule, Bernau
bzt
Di, 12. Jul 2022, 16:48 Uhr
Schreibwettbewerb
Wir benötigen Ihre Zustimmung um BotTalk anzuzeigen
Unter Umständen sammelt BotTalk personenbezogene Daten für eigene Zwecke und verarbeitet diese in einem Land mit nach EU-Standards nicht ausreichenden Datenschutzniveau.
Durch Klick auf "Akzeptieren" geben Sie Ihre Einwilligung für die Datenübermittlung, die Sie jederzeit über Cookie-Einstellungen widerrufen können.
AkzeptierenMehr Informationen
Auf einmal hörten die Kinder eine quietschende Bremse. Ella rief aus dem Baumhaus: " Hallo Elias, hast Du etwas entdeckt?" Als Elias oben ankam, sagte er traurig:
"Ich war überall hier im Wald, habe aber nichts gefunden." Da klagte Maya: "Also keine neuen Ideen für meine Geschichtensammlung." Benni tröstete Maya: " Ach Maya, der Fall wird sich sicher noch aufklären, dann wird deine Geschichte noch spannender." Maya drängelte: " Ich muss jetzt nach Hause gehen, weil ich noch Vokabeln lernen sollte." Ella beschloss, mit ihr zu gehen.
Während die Jungen noch eine Weile im Baumhaus blieben, um die Lage weiter zu beobachten, fand Ella auf dem Heimweg einen wunderschönen Glitzerstein. Sie bewunderte den Stein einen Augenblick lang, als ihr auffiel, dass Maya schon an der Straße stand und auf sie wartete. Ella schrie: "Maya, komm mal kurz!" Maya rannte zu Ella und fragte: "Was ist denn los?" Ella antwortete: "Schau mal diesen Stein an. Der ist wunderschön und zieht mich irgendwie magisch an." "Dann nimm ihn doch mit! Aber wir müssen jetzt wirklich gehen", forderte Maya sie auf. Ella nahm den Stein in die Hand und ihr ganzer Körper fing an zu kribbeln. Maya fragte erschrocken: "Was ist denn mit dir los." "Ich habe keine Ahnung", antwortete Ella ängstlich. Sie packte den Stein in ihre Jackentasche und sagte zu Maya: "Vielleicht habe ich eine besondere Gabe und kann damit zaubern. Maya stand verdutzt da und meinte: "Du kannst zaubern? Ist das etwa ein Zauberkristall?" "Ja, das kann gut möglich sein. Jetzt gehen wir aber erst einmal nach Hause und sprechen morgen im Baumhaus darüber", beschloss Ella. Auf dem Heimweg erkundigte sich Ella nach Mayas Bruder. Sie fragte: "Ist er eigentlich wieder aufgetaucht?" Maya antwortete traurig: "Nein, leider nicht. Er ist immer noch wie vom Erdboden verschluckt." Nun war auch Ella sehr traurig über diese Nachricht.
Am nächsten Tag trafen sich alle vier wieder im Baumhaus. Benni sagte: "Wir müssen euch unbedingt etwas erzählen! Gestern, als ihr schon weg wart, haben wir das Tier noch einmal ganz deutlich gesehen. Es war eine Mischung zwischen Wolf und Mensch." Aufgebracht entgegnete Maya: "Das ist eine Werwolf! Den gibt es eigentlich nur in Fantasiebüchern." "Wir haben gestern auch etwas ganz Besonderes erlebt ", erzählte Ella, "Ich habe einen Stein gefunden, der mich irgendwie magisch angezogen hat. Als ich diesen in die Hand genommen habe, hat mein ganzer Körper gekribbelt. Dann dachte Maya, dass es ein Zauberkristall wäre, der magische Kräfte besitzt." Elias überlegte, ob der Stein vielleicht etwas mit dem Werwolf zu tun hat.
Plötzlich hörten sie das gleiche Geräusch wie gestern und sahen den Werwolf unten am Baumhaus stehen. Nacheinander kletterten die Kinder ängstlich die Leiter hinunter. Mit zitterndem Körper gingen Maya, Benni und Elias vorsichtig auf den Werwolf zu, während der Zauberkristall in Ellas Tasche ganz heiß wurde. Sie nahm den Stein aus ihrer Tasche und umklammerte ihn mit beiden Händen. Auf einmal hörte man einen lauten Donnerknall und der Werwolf war weg. Die vier Freunde sahen sich fragend an. Vor lauter Schreck konnten sie gar nichts sagen.
Nach einer Weile kam ein heller Lichtblitz und ein Junge erschien wie aus dem Nichts. Maya merkte als Erste, dass dies ihr verschwundener Zwillingsbruder war. Sie schrie überrascht auf, rannte zu ihm, umarmte ihren Bruder und rief: "Endlich bist du wieder da Finn!" Keiner begriff, was gerade passiert war. Doch alle waren glücklich darüber, dass Finn wieder zurück war. Finn streifte einige Tage als Werwolf durch die dunklen Wälder. Weil er einen Zauberspruch aus einem alten Zauberbuch ausgesprochen hatte, er glaubte bis zu diesem Zeitpunkt nicht an Zauberei, wurde er in der letzten Vollmondnacht in einen Werwolf verwandelt.
Finn wurde natürlich von den anderen in ihre Bande aufgenommen. Er hatte auch gleich eine super Idee für einen passenden Bandennamen. "Wir könnten doch die Wolfsfreunde heißen", meinte Finn. Alle fanden diesen Vorschlag klasse. "Jetzt lass uns aber nach Hause gehen, denn nun habe ich genügend Stoff für eine weitere Abenteuergeschichte, " lachte Maya.
Kommentare
Kommentarbereich ist geschlossen.